Was ist eigentlich SIDS?

Was ist eigentlich SIDS?
Was ist eigentlich SIDS? Foto: AdobeStock/Feng Yu

Lange Zeit geisterte das Stichwort SIDS durch die Welt, wenn es ums Thema Babyschlaf ging. Inzwischen wird zwar weniger oft darauf verweisen, aber noch immer zielen zahlreiche Ratschläge und Produkte darauf auf, die Gefahr von SIDS zu verringern. Was aber bedeutet SIDS? Und mit welch einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko senken?

Der Begriff SIDS ist die englische Abkürzung von „sudden infant death syndrome“ und bezeichnet das Phänomen des „plötzlichen Kindstod“. Darunter wird das unerwartete und nicht erklärliche Versterben eines Säuglings oder Kleinkindes verstanden, das zumeist in der Schlafenszeit eines Säuglings erfolgt.

Nachfolgende Autopsien können dabei als Ursache weder eine Krankheit noch einen Unfall ausmachen. Daher stellt SIDS keine klar umrissen Todesursache dar, sondern wird nach Ausschluss anderer Ursachen als Restoption befunden.

Das bedeutet, dass man eine Ursache für den plötzlichen Kindstod nicht kennt, sondern dass es nur unterschiedliche Erklärungsversuche dazu gibt. Seit langem wird auch „versehentliches Ersticken“ dazugezählt.

SIDS gilt in Industrienationen als eine der häufigsten Todesursachen von Kleinkindern nach der Neugeborenenphase. Der plötzliche Kindstod tritt im ersten Lebensjahr am häufigsten auf. Im Jahr 2014, neuere Daten bietet das Statistische Bundesamt nicht, starben in Deutschland 119 Kinder an einem plötzlichen Kindstod. Bei seinerzeit 714.927 lebend geborenen Kindern bedeutet das ein Risiko von 0,17 ‰. 

Schaut man genauer auf die Daten, zeigt sich, dass sich rund zwei Drittel der Todesfälle in den Wintermonaten ereignen, 4 von 5 Todesfällen vor dem sechsten Lebensmonat verzeichnet werden und dass der plötzliche Kindstod am häufigsten im zweiten bis vierten Lebensmonat des Säuglings auftritt. In den meisten Fällen findet der plötzliche Kindstod während der Schlafenszeit des Säuglings statt.

Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod

Als Risiken, die einen plötzlichen Kindstod begünstigen, werden folgenden Umstände bezeichnet:

  • Passivrauchen sowohl während der Schwangerschaft als auch nach der Geburt
  • Überwärmung
  • Schlafen in Bauchlage
  • Zudecken des Kopfes oder ungenügende Luftzirkulation
  • Die Bettumrandung (Nestchen)
  • Schlafen im eigenen Kinderzimmer

Maßnahmen, um das SIDS-Risiko zu minimieren

Daraus leiten sich eine Reihe einfacher, aber effektiver Vorsorgemaßnahmen an, die die bekannten Risikofaktoren verringern oder ausschließen. Als vorbeugende Maßnahmen gelten:

  • Schaffung einer rauchfreien Umgebung (in jedem Fall im Kinderzimmer und am besten in der ganzen Wohnung)
  • Beachtung einer optimalen Schlafzimmertemperatur von 16–18 °C
  • Baby in Rückenlage schlaffen lassen
  • Schlafen im Elternschlafzimmer
  • Nutzung einer festen, aber luftdurchlässige Matratze
  • keine Bettumrandung (Nestchen)
  • passender Schlafsack, keine Kopfbedeckung und keine zusätzlichen Decken, Felle, Kissen, Nestchen etc.

Während die meisten Maßnahmen darauf zielen, das eigene Verhalten (Schlafsituation, rauchfreie Wohnung) anzupassen bzw. auf den Verzicht von unnötiger Ausstattung des Babybettes zu achten, können geeignete Produkte wie durchdachte Schlafsäcke und hochwertige Babybettmatratzen das ihrige dazu beitragen.

Lass Dich daher im Fachhandel beraten und achte auf Markenprodukte wie von Alvi, Julius Zöllner oder Träumeland.

Marken aus diesem Beitrag

Vorheriger ArtikelDie Bedeutung eines gesunden Babyschlafs
Nächster ArtikelAntimon und die Kindermatratze