Reisen mit Kind: Der passende Buggy

Die ersten Male auf Reisen mit dem Nachwuchs stellen Eltern vor einige Herausforderungen – den passenden Buggy zu finden ist Gold wert. / Foto: Lascal by Nordideen
Die ersten Male auf Reisen mit dem Nachwuchs stellen Eltern vor einige Herausforderungen – den passenden Buggy zu finden ist Gold wert. / Foto: Lascal by Nordideen

Wer mit Baby, Kleinkind und Kind auf Reisen geht, hat an einiges zu denken. Essentieller Bestandteil jeder Reiseausrüstung ist der richtige Buggy, der im Gegensatz zum klassischen Kinderwagen durch seine kompakteren Maße, das geringere Gewicht und die Auslegung auf enge Räumlichkeiten überzeugt. Doch der Markt ist besonders vielfältig und so kann es schwer fallen, die individuell-passende Wahl zu treffen. Dabei gibt es einige Merkmale, an welchem man sich vor dem Kauf orientieren kann, um das Anforderungsprofil des passenden Buggys für die eigene Familie herauszubekommen.

Der "Metro Compact City Stroller" von Ergobaby misst im gefalteten Zustand gerade mal  Maße 52 cm x 44 cm x 23 cm.
Der „Metro Compact City Stroller“ von Ergobaby misst im gefalteten Zustand gerade mal Maße 52 cm x 44 cm x 23 cm.

Größe und Gewicht

Wie groß und schwer der Wagen ist, ist natürlich der zentrale Aspekt, denn gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Transport mit dem Auto sowie auch am Flughafen und im Flughafen bringt ein möglichst kleines, leichtes Modell Erleichterung in stressigen Situationen. Bei der Größe sollte man zum Einen das Klappmaß des Wagens beachten – dies beschreibt Länge, Höhe und Breite des Wagens im zusammengeklappten Zustand. In dieser Größe sollte der Wagen auf jeden Fall in den eigenen Kofferraum passen – und möglichst auch den Handgepäckvorschriften der gängigen Airlines entsprechen.

Der Buggy "Ping" von ABC Design wiegt gerade mal sieben Kilo und eignet sich so wunderbar für Reisen.
Der Buggy „Ping“ von ABC Design wiegt gerade mal sieben Kilo und eignet sich so wunderbar für Reisen.

Wer einen Städtetrip plant, profitiert auch von einer schmalen Breite im aufgeklappten Zustand, da vor allem im in südeuropäischen Ländern Bus, Bahn und Tram meist schmaler gebaut sind als hierzulande. Auch sollte das Gewicht des Wagen (zumindest für kurze Strecken, wie etwa bei Treppen) es zu lassen, dass man ihn tragen kann. Das erleichtert nicht nur im Nahverkehr, sondern auch schon auf dem Weg in den Urlaub, etwa beim Einstieg ins Flugzeug, den Transport von Kind und Wagen.

Transportfähigkeit

Vorallem wenn die Kinder schon selber laufen können und den Buggy nur für kurze Pausen nutzen lohnt es sich, einen Blick auf die Transportmöglichkeiten des Buggys zu werfen – denn auch wenn das Schieben auf einem ebenen Untergrund natürlich am einfachsten ist, kann es in Situationen mit unebenem Terrain, vielen Kurven oder Stufen praktisch sein, wenn der Wagen auch eine andere Möglichkeit anbietet.

Manche Hersteller bieten dazu Schlaufen direkt am Gestell des Wagens an, die verbunden mit einem kleinen Klappmaß für eine Art Buggy-Umhängetasche sorgen. So hat man die Hände frei, es ist allerdings in diesem Fall besonders wichtig, das Gewicht des Wagens und die eigenen Fähigkeiten nicht zu überschätzen.

Eine weitere Variante ist eine Tragetasche oder ein Tragerucksack, in welchen der Wagen eingepackt und getragen werden kann. Das schont Polster und Gestell, da man nicht direkt mit dem Wagen an Ecken hängen bleibt – allerdings sollte eine solche Tasche vor dem Kauf ausprobiert werden um herauszufinden, wie umständlich das Ein- und Auspacken des Wagens von statten geht. Eine Art Rucksack bietet sich besonders an, da so das Gewicht besser verteilt und der Rücken geschont wird.

Eine dritte Möglichkeit ist ein Umbau des Wagens zum Trolley. So wird der Wagen statt geschoben gezogen, bietet in manchen Fällen dadurch noch zusätzlichen Stauraum und lässt sich leicht einhändig bedienen. Vorteilhaft ist der schnelle Umbau zurück zum Wagen, wenn dieser wieder benötigt wird und die zusätzliche Ablagefläche. Allerdings hat man bei dieser Variante nur eine Hand frei, während eine Schlaufe oder eine Tragetasche beide Hände freilassen.

Letztendlich sollte man auch in diesem Punkt darauf achten, wie die Voraussetzungen am Urlaubsort aussehen – und natürlich auch die eigene körperliche Kraft nicht bei der Auswahl vergessen. Am besten, man probiert sich beim Fachhändler aus und testet die verschiedenen Varianten einmal selbst. Übrigens: Der Einhand-Faltmechanismus, das bedeutet, ein Zusammenklappen des Wagens mit nur einer Hand, ist mittlerweile ein Standard bei nahezu allen Modellen. Dies ist also ein wenig überzeugender Pro-Punkt beim Vergleich verschiedener Wagen und sollte daher nicht der entscheidende Ausschlag sein.

Atmungsaktivität

Sorgt nicht nur für Sichtkontakt: Mesh-Einsätze und atmungsaktive Materialien wie beim Indy Sport wirken einem Hitzestau entgegen.
Sorgt nicht nur für Sichtkontakt: Mesh-Einsätze und atmungsaktive Materialien wie beim Indy Sport wirken einem Hitzestau entgegen.

Ein Verdeck aus atmungsaktivem Material beziehungsweise Einsätze in diesem, welche luftdurchlässig sind, sind vor allem an besonders warmen Urlaubsorten ideal. Gerade wen die Kleinen im Wagen ein Nickerchen halten oder sich ausruhen, kann durch solche Fenster sichergestellt werden, dass sich die Hitze im Inneren des Wagens – vor allem bei heruntergezogenem Verdeck zum Schutz vor der Sonne – nicht staut und die Atemluft ausreichend zirkulieren kann, denn gerade die Kleinsten haben natürlich Schwierigkeiten, dieses Problem selbst zu kommunizieren. Auch kann man durch Mesh-Einsätze schnell mal einen Blick in den Wagen werfen, ohne das Kind durch das Hochziehen des Verdecks oder ähnliches aufzuwecken. Achten Sie auch darauf, ob das Verdeck des Buggys einen ausreichenden Sonnenschutzfaktor aufweist!

Features & Extras

Das "Buggyboard" von Lascal by Nordideen stellt eine praktische Mitfahrgelegenheit für müde Läufer.
Das „Buggyboard“ von Lascal by Nordideen stellt eine praktische Mitfahrgelegenheit für müde Läufer.

Je nach Familiengröße, Urlaubsziel oder einfach dem persönlichen Geschmack ergeben sich weitere Stellschrauben, nach denen der Buggy beurteilt und letztendlich ausgewählt werden kann.

Der "Lila XP" von Maxi-Cosi überzeugt durch ein besonders großes Fach unter der Sitzeinheit.
Der „Lila XP“ von Maxi-Cosi überzeugt durch ein besonders großes Fach unter der Sitzeinheit.

Mehrlingseltern: Wer mit mehr als einem jungen Kind verreist, stößt natürlich auf andere Herausforderungen als Eltern von Einzelkindern. Denn zwei Wägen sind meist zu umständlich und platzintensiv – daher müssen Kombi-Lösungen her. Wer Zwillinge oder Kinder im ähnlichen Alter hat, greift auf eine Zwillingslösung zurück – dabei gibt es Wägen mit Sitzen, die nebeneinander positioniert sind und Wägen mit übereinander positionierten Sitzeinheiten. Wer ein zweites Kind hat, das aber schon etwas älter ist, dennoch auf langen Strecken aber mal eine Ruhepause braucht, findet praktische Gadgets für den Buggy wie etwa das Buggyboard: So lässt sich leicht mitfahren, ohne das der Buggy großartig weiteren Stauraum beansprucht.

Stauraum: Auch hier gibt es deutliche Unterschiede – von kleinen Fächern an der Rückseite bis zu sehr umfangreichen Platzwundern, in denen eine ganze Menge transportiert werden kann. Hier sollte man sich die Frage stellen, was der Hauptzweck des Wagens ist – hat man sowieso immer eine Tasche oder einen Rucksack dabei, ist das Argument des Stauraums vernachlässigbar. Wer kein weiteres Gepäck mitnehmen kann, hat aber bei einem großen Fach unter der Sitzeinheit deutliche Vorteile. Allerdings: Gerade bei Städtetrips nicht vergessen, Wertgegenstände aus dem Buggy zu nehmen, sollte man diesen in der Öffentlichkeit abstellen!

Weitere Infos zu Marken aus diesem Beitrag:

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