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Ostern auf der ganzen Welt

Wer hat in diesem Monat die längsten Ohren? Der Osterhase natürlich! Aber ist dieses geheimnisvolle, Schokoeier-bringende Kerlchen auf der ganzen Welt bekannt? Um Ihnen die Vorfreude auf kleine Ostergeschenke und die leckere Schokolade und entspannte Familienzeit zu versüßen, geben wir hier einen kleinen Einblick in Osterbräuche aus anderen Ländern:

Ostern

Ostern in Mexiko

In Mexiko feiert man vor allem ausdauernd: Fast zwei Wochen lang werden rauschende Feste gefeiert . Die Ostereier stehen dabei allerdings weniger im Fokus als der christliche Hintergrund, denn Ostern gehört in Mexiko zu den wichtigsten religiösen Feiertagen überhaupt. Die letzten Tage von Jesus werden mit Prozessionen, Umzügen, Gottesdiensten, Tanzveranstaltungen und allerlei traditionellen Bräuchen gefeiert:

Am Gründonnerstag stehen Gebete in sieben verschiedenen Kirchen auf dem Plan sowie eine rituelle Fußwaschung am Abend. Am Karfreitag werden dann die Passionsspiele aufgeführt und die Städte werden dafür aufwendig geschmückt. Am Karsamstag folgt eine symbolische Verbrennung des Judas. Von Ostersonntag bis zum darauffolgenden Samstag wird dann die Wiederauferstehung Jesu Christi gefeiert. Hier gibt es viel Essen und ausgelassene Stimmung.


Ostern in Australien

Das australische Osterfest ähnelt mehr dem deutschen: Man verbringt die Feiertage mit Familie und Freunden, kocht zusammen, geht vielleicht in die Kirche und die Kinder suchen Ostereier. Doch in Australien werden statt Osterhasen Oster-Bilbys versteckt – niedliche Kaninchennasenbeutler, die ebenfalls recht lange Ohren haben. Der Osterhase hat es in Down Under nämlich etwas schwer, denn eingeschleppte Hasen und Kaninchen haben hier das Ökosystem gestört und somit zu der Verdrängung von Tier- und Pflanzenarten geführt; unter anderem auch dem australischen Bilby.


Ostern in Amerika

Und wie feiert man im Land der großen Freiheit? Die Nordamerikaner haben sich die Freiheit genommen ihr Osterfest ein bisschen auffälliger zu gestalten: Zu den „Easter Parades“ kommen die Teilnehmer in bunten Kostümen. Ganz vorne dabei ist natürlich die Parade in New York. Hier fahren, ähnlich wie bei uns im Karneval oder Fasching, große Wagen durch die Straßen, es wird Musik gespielt und tausende kostümierte Schaulustige feiern auf den Straßen.
Auch der amtierende Präsident lässt es sich nicht nehmen Ostern gebührend zu feiern. So wird in Washington D. C. zum „The White House Easter Egg Roll“ geladen. Hierbei werden im Garten des Regierungssitzes der USA Ostereier gesucht, die anschließend gemeinsam einen Hügel hinuntergerollt werden. Außerdem verschenkt der Präsident signierte Ostereier an die Teilnehmer.


Ostern auf der Osterinsel

Und was macht man eigentlich auf der Osterinsel, wo sie doch schon einen so passenden Namen hat? Und warum heißt sie überhaupt so? Hat man dort ein ganz besonderes Verhältnis zu Ostern? Tatsächlich wurde die Osterinsel an Ostern entdeckt – und zwar von Jakob Roggewegen, einem niederländischen Kapitän. Und das war es dann auch schon mit dem geheimnisvollen Namen der Insel. Auch hier steht die christliche Bedeutung des Festes absolut im Fokus. Schokoladenosterhasen werden trotzdem gesucht.


Ostern in Schweden

Im Land von Pippi Langstrumpf, Kalle Blomquist und Co. ist nicht der Osterhase für das Verstecken der Eier zuständig, sondern das Osterküken. Darum schmücken die Schweden ihre Häuser zu diesem Anlass auch mit bunten Federn. Außerdem besagt eine Legende, dass die Osterhexe am Gründonnerstag auf den Hexenberg fliegt. Grund genug für die Kinder sich als Hexen zu verkleiden und mit leeren Kaffeekannen von Haus zu Haus zu ziehen um Süßigkeiten zu erbitten. Der fleißige Herausgeber des leckeren Naschwerks erhält hier sogar einen Dank für seine Großzügigkeit: selbstgemalte und -geschriebene Osterbriefe. Der Höhepunkt des Osterfestes ist dann ein großes Osterfeuer, durch das böse Geister und Hexen vertrieben werden sollen.


Ostern in Südafrika

In Südafrika fahren Familien an Ostern an schöne Orte und verbringen dort eine nette Zeit zusammen. Ostereier sucht man hier allerdings vergeblich. Stattdessen werden süße Brötchen, verziert mit einem Kreuz aus Zuckerguss, verspeist, die ein wenig an Lebkuchen erinnern: „Hot Cross Buns“. Sie gibt es ausschließlich an Ostern.


Ostern in Italien

Auch die Italiener bedienen sich vieler Bräuche, die wir auch aus Deutschland kennen. Ostereier werden hier allerdings nicht gesucht. Stattdessen servieren die Italiener lieber salzige Gerichte wie Kuchen mit gekochten Eiern und Spinat oder auch die so genannte „Ostertaube“, eine Art Gugelhupf. Am Karfreitag ziehen auch durch italienische Orte Prozessionen zu Ehren Christi denen zumeist ein Kirchenkreuz vorangetragen wird, dass an die Leiden Christi erinnern soll. Am zweiten Feiertag wird dann die Auferstehung gefeiert – und das mit einem Ausflug oder einem Essen zusammen mit Familie und Freunden.


Ostern in Finnland

Ausflüge oder dergleichen gibt es in Finnland eher nicht. Stattdessen schlagen die Finnen Freunde und Familie mit Birkenruten, um an den Empfang Jesu in Jerusalem zu erinnern – natürlich handelt es sich hierbei nur um leichte Schläge! Der Ostersonntag wird in Finnland laut, denn die Kinder vertreiben die Trauer mit Trommeln und Tröten und ziehen durch die Straßen.


Ostern in der Schweiz

Besonders viele verschiedene Bräuche gibt es in der Schweiz, denn hier wird in jedem Kanton durchaus anders gefeiert. Der Brauch des Eiersuchens und der Verstecker selbst – nämlich der Osterhase – sind hier allerdings wie in Deutschland fest verankert. Im italienischsprechenden Kanton Tessin finden in der Karwoche ebenfalls Osterprozessionen statt und die Passionsgeschichte wird dargestellt. In Luzern gibt es Osterfestspiele und Konzerte. In der Stadt Romont in der Westschweiz werden am Karfreitag die Werkzeuge durch die Straßen getragen mit denen Christi ans Kreuz geschlagen wurde sowie das Tuch mit dem ihm der Schweiß von der Stirn gewischt wurde. Die so genannten Klageweiber, in schwarz gekleidet sind, singen und beten dabei. Nahe Genf werden die Brunnen mit Blumen, Zweigen, Bändern und bunten Ostereiern geschmückt – dies entspricht einem alten deutschen Brauch. Eine weitere recht alte Tradition wird im Südwesten der Schweiz, im Kanton Wallis, umgesetzt: Hier werden Brot, Käse und Wein verteilt. In Zürich verhilft Ostern vor allem den Kindern zu besserem Taschengeld – es sei denn die Eltern sind gute Werfer. Bei dem Spiel „Zwänzgerle“ halten die Kinder ihren Eltern ihre Ostereier hin. Die Eltern müssen nun versuchen ein Geldstück so auf das Ei zu werfen, dass es darauf liegen bleibt. Fällt das Geld herunter gehören Ei und Geld dem Kind; bleibt das Geldstück liegen, gehört es dem Werfer.

Das „Knütteln“ ist in einem Dorf Tradition, das ca. 30 km nordöstlich von Bern liegt. Hier werfen die Bewohner Holzstöcker – eine Tradition die ursprünglich tatsächlich entstanden war, um Langeweile zu bekämpfen. Sie erinnert ein wenig an das beliebte Strandspiel Boccia: Ein Stück wird geworfen und die anderen müssen versuchen ihren Stock so dicht wie möglich daran zu positionieren. Der Verlierer muss anschließend einen ausgeben.


Ostern in Israel

Das Passahfest wird an Ostern in Israel gefeiert. Hierfür werden die Wohnungen besonders sorgfältig aufgeräumt und geputzt. Anschließend gibt es das traditionelle Osterlamm zu essen, das mit bitteren Kräutern und süßen Saucen serviert wird.


Ostern in Argentinien

Das Erhalten des Segens ist die zentrale Aufgabe in Argentinien. Hierfür besuchen die Kinder am Morgen ihre Verwandten und bitten um den Segen – kniend. Bei dieser Tradition geht es einmal darum tatsächlich den Segen zu erhalten, aber auch, um Süßigkeiten zu bekommen.


Ostern in Luxemburg

In Luxemburg werden Sträucher mit bunten Bändern oder auch Papierblumen geschmückt. Die Kinder ziehen so dann am Karfreitag durch die Straßen der Stadt und singen. Diese Sträuße werden abends dann traditionell verbrannt.


Es gibt also viele verschiedene Möglichkeiten, um Ostern zu feiern. Vielleicht haben Sie Lust bekommen die ein oder andere Sache mal auszuprobieren? Wie auch immer Sie Ihr Osterfest verbringen, wir wünschen Ihnen eine gute Zeit!