Tipp 1: Schadstoffarme und sichere Möbel

Wenn Eltern ein Kinderzimmer betreten, nehmen Sie herumliegende Legosteine als eine Gefahrenquelle war, da ein unbedachtes, gar barfüßiges Drauftreten sehr schmerzhaft sein kann. Doch jenseits der Frage von (Un-)Ordnung und herumliegenden Spielsachen sind bei der Einrichtung zunächst ein paar viel grundlegendere Dinge zu bedenken. In loser Folge stellen wir Ihnen die wichtigsten Themen vor.

Machen Sie sich dabei einmal bewusst, dass die meisten Kinder einen Großteil ihrer Zeit beim Spielen, Lernen und Schlafen in Innenräumen verbringen. Eine gute Qualität der Innenraumluft hat also einen großen Einfluss auf die Gesundheit der Kinder.

Giftstoffe in Möbeln, in Bodenbelägen, Farben und Tapeten, aber auch Schimmelpilze oder Zigarettenrauch tragen zur Belastung der Innenraumluft bei. Daher achten Sie bei der Einrichtung des Kinderzimmers auf die unterschiedlichen Faktoren, die – einmal umgesetzt – dem Kind über viele Jahre zugutekommen. 

Tipp 1: Schadstoffarme und sichere Möbel

Bei der Auswahl der Möbel für das Kinderzimmer sollten Sie sich auf jeden Fall von einem Fachhändler beraten lassen. Denn jenseits vom optischen Gefallen und der leider viel zu oft im Vordergrund stehenden Frage nach dem Preis, werden Sie durch eine gute Begleitung auf ganz unterschiedliche Aspekte zur ja über viele Jahre andauernden Nutzung hingewiesen.

Möbel unterscheiden sich auch in Hinsicht auf ihre Funktionalität, kleine Vorzüge wie Soft-Close-Elementen zum sanften, leisen Schließen von Türen und Schubladen sowie ihre Schadstoffreiheit beziehungsweise die durchdachte Sicherheit.

Sämtliche im Fachhandel angebotenen Anbieter und Möbel sind unbedenklich und unterliegen den gesetzlichen Vorschriften. Doch wer zu arg auf den Preis schaut, muss manchmal Abstriche hinnehmen. Mindestvorschriften stellen für manche Anbieter das Maximum dar, während andere von diesem Ausgangspunkt noch ihre lange Erfahrung bei der Möbelentwicklung draufsatteln.

Wählen Sie am besten gezielt Produkte aus, die nachgewiesenermaßen frei von Schadstoffen sind. Möbel mit Schadstoffen lassen sich übrigens häufig daran erkennen, dass sich etwas Farbe löst, wenn Sie mit dem Finger daran reiben. Doch wer im Internet bestellt, kann erst nach dem Auspacken und Aufbauen mühsam zu erkennen versuchen, was da woher auch immer ins Haus gekommen ist.

Auswahltipp: Hilfe bei der Suche nach schadstoffarmen Produkten bietet unter anderem der Blaue Engel, der emissionsarme Möbel auf den ersten Blick kenntlich macht. Im Bereich Kindermöbel sind zum Beispiel Paidi und Roba Baumann mit dem Blauen Engel ausgezeichnet.

Möbel mit dem Zeichen „Blauer Engel“ sind auf Formaldehyd, Lösemittel und Weichmacher geprüft, zudem stabil und sicher gebaut, aufgrund verfügbarer Ersatzteile reparaturfreundlich und auch recyclingfreundlich, weil die Möbel ohne halogenorganische Verbindungen und andere störende Stoffe und aus Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft konzipiert werden.

Manche Möbel verströmen nach dem Aufstellen einen intensiven Geruch. Sie sollten daher neue Kinderzimmermöbel vor der Verwendung aufbauen und mindestens eine Woche lang in einem anderen Raum „ausdünsten“ zu lassen, bevor sie im eigentlichen Kinderzimmer aufgestellt werden.

Möbel aus MDF-Platten enthalten oftmals Lacke oder Leime, deren Ausdünstungen zumindest unangenehm sind. Wer im Kinderzimmer daher auf Voll- oder Massivholzmöbel setzt, umgeht die Gefahr, dass formaldehydhaltige Kunstharze eingesetzt wurden, die noch lange, auch deutlich über die eben empfohlene Quarantänewoche hinaus, ausgasen.

Auf der sicheren Seite ist man, wenn Spanplatten mit der Bezeichnung „F 0“ verwendet werden, da diese formaldehydfrei sind. Hier werden keine Bindemittel auf der Basis von Formaldehydharzen eingesetzt.

Einkaufstipp: Dauerhaft ausströmende Schadstoffe bei Möbeln und Matratzen sind übrigens ein Reklamationsgrund. Empfehlenswert ist es, bereits beim Kauf mit dem Händler eine Rücknahme zu vereinbaren, wenn die Ware länger als vier bis sechs Wochen ausgast.

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